Bericht des Inklusionsbeirates 15/16 - Homepage der Gemeinschaftsschule Nohfelden Türkismühle

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Bericht des Inklusionsbeirates 15/16

Inklusive Schule

Seit September 2010 gibt es an unserer Schule einenSchülerinklusionsbeirat und im AG–Bereich ein Angebot zum Thema „Inklusion von Menschen mit Behinderungen“. Die AG „Begegnungen“ richtet  sich  an  alle  Schüler aller Klassenstufen, die  am gleichberechtigten Zusammenleben von Behinderten und Nichtbehinderten mitarbeiten und sich für Barrierefreiheit im Sinne der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzen wollen. In verschiedene Aktivitäten werden alle AG-Mitglieder  mit  dem Thema „Inklusion“ vertraut gemacht, bauen bei den Begegnungen gegenseitige Vorurteile und Berührungsängste  ab,  lernen erkennen, wie wertvoll jeder Mensch ungeachtet seiner Schwächen ist und leben so Inklusion. Durch das gemeinsame Agieren von Behinderten und Nichtbehinderten, Jung und Alt, können alle Teilnehmer einen Erfahrungsschatz aufbauen und zur  Aufklärung und Information über Inklusion in ihrem Umfeld beitragen. Koordiniert  werden  die  Aktionen  vom Schülerinklusionsbeirat an der Gesamt- und Gemeinschaftsschule in Zusammenarbeit mit Lehrerin Annette Fischer, den Leiterinnen verschiedener  Fördereinrichtungen  der  Lebenshilfe,  Frau  Lenz  für  das arbeitspädagogische  Zentrum  und Werkstätten des  WZB Neunkirchen,  dem Sozialpädagogen Herrn Schäfer des inklusiven Betriebes des Wendalinushofes  St. Wendel, der Leitung der Tagesförderstätten St. Wendel und des integrativen Kindergartens sowie den Koordinatoren der Freizeitgruppen der Lebenshilfe Niederlinxweiler. Auch zahlreiche ehrenamtliche Helfer der Gemeinde Nohfelden, sowie engagierte Eltern von behinderten und nichtbehinderten AG-Teilnehmern bringen sich mit Rat und Tat in die AG-Arbeit ein, sei es beim Zubereiten gemeinsamer Mahlzeiten oder bei der Leitung von Bastelgruppen, Übernahme von Transporten u.v.a.m.

Dabei sind alle Aktionen von Anfang an inklusiv konzipiert, d. h. es werden Projekte ausgesucht und entwickelt, bei denen alle von Anfang an gleichberechtigt miteinander an einem gemeinsamen Ziel arbeiteten. Der Projektgruppe gehören in diesem Schuljahr  23 Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 5, 6, 8, 9, 10 und 11 der Gesamt- und Gemeinschaftsschule, teilweise Regelschüler, teilweise Integrationsschüler und sieben Erwachsene mit körperlicher und geistiger Behinderung der Lebenshilfe und
an. Die Organisation von Seiten der Lebenshilfe liegt in Händen von Frau Lenz (WZB), der sich auch  um  den  Transport  der Teilnehmer  von  den  verschiedenen Lebenshilfeeinrichtungen zur Gesamt-schule kümmert, wo die AG nachmittags von ca. 14.30  –  18.00  Uhr  stattfindet.  Die  Teilnehmer  dieser  Stammgruppe  arbeiten  zum  Teil schon im  fünften Jahr  miteinander  und  gehen  entsprechend  vertraut  und freundschaftlich miteinander um. In diesem Schuljahr haben, bedingt durch Beendigung ihrer Schullaufbahn an unserer Schule, viele ältere Schüler die AG verlassen und viele neue Schüler aus den unteren Klassenstufen sind nachgerückt, sodass sich die AG enorm verjüngt hat und die neuen Teilnehmer in unsere Arbeit erst hineinwachsen müssen, vor allem, was den Umgang mit Behinderungen angeht.  Über  das  gemeinsame  Miteinander  innerhalb  der  Arbeitsgruppe    hinaus  finden aber auch gemeinsame Aktionen mit den Freizeitgruppen  Niederlinxweiler  und  den Tagesgruppen  der  Tagesförderstätte  sowie  des  inklusiven  Betriebes  des Wendalinushofes St. Wendel  statt, bei denen sich die  Teilnehmer  am  Projekttag teilweise erst kennen lernen. Im vergangenen Schuljahr  wurde die Zusammenarbeit zwischen Schule und Lebenshilfe weiter  ausgedehnt.  So wurden im Bereich der Berufswahlvorbereitung durch Betriebserkundungen der Klassenstufen 8 und 9  die Ausbildungsmöglichkeiten und Berufe bei der Lebenshilfe vorgestellt und Praktikumstage auf dem Wendalinushof, in der Tagesförderstätte  und  im  integrativen  Kindergarten  angeboten.  Politisches Engagement in Form von Aufklärung und Information des gesellschaftlichen Umfeldes sowie  überzeugter  Einsatz  für  Gleichberechtigung  und  Toleranz  erfolgte vonseiten unseres  Schülerinklusionsbeirates  bei  schulinternen  Projekttagen  für  Fünferklassen sowie  Schulfesten  und Infonachmittagen,  bei  denen  Schüler  und  Festbesucher  selbst erfahren können, wie beispielsweise blinde Menschen ihren Alltag meistern.  Wie stark sich die Schülerinnen und Schüler mit „ihrem Projekt“ identifizieren und dies auch  an  der  Schule  wertgeschätzt  wird,  zeigte  sich  auch  darin,  dass  in  vergangenem Schuljahr erstmals  und auch in diesem Schuljahr mündliche Prüfungen zum mittleren Bildungsabschluss zur Thematik „Inklusion – Demokratisches Handeln“ stattfanden. Freiwillige  Praktika  in  den  Sommerferien  und  dreiwöchige  Betriebspraktika  bei  der Lebenshilfe absolvierten mehrere Schülerinnen und Schüler unserer AG, weil sie damit die Arbeit der AG noch vertiefen wollten und „durch die Praktikumstage ihr Interesse
geweckt“ wurde.

 
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