Bericht des Inklusionsbeirats 13/14 - Homepage der Gemeinschaftsschule Nohfelden Türkismühle

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Bericht des Inklusionsbeirats 13/14

Inklusive Schule

Inklusive Projekte im Umgang mit Menschen mit Behinderungen im Schuljahr 2013/14

Projektleitung: Annette Fischer

AG „Begegnungen“ Inklusive Berufswahlvorbereitung;
Kooperation mit der Gemeinde Nohfelden;
Politisches Engagement

Jahresbericht 2013/2014 als Download


Seit September 2010 gibt es an unserer Schule einen Schülerinklusionsbeirat und im AG–Bereich ein Angebot zum Thema „Inklusion von Menschen mit Behinderungen“. Die AG „Begegnungen“ richtet sich an alle Schüler aller Klassenstufen, die am gleichberechtigten Zusammenleben von Behinderten und Nichtbehinderten mitarbeiten und sich für Barrierefreiheit einsetzen wollen.


In verschiedenen Aktivitäten werden die AG-Mitglieder mit dem Thema „Inklusion“ vertraut gemacht, bauen bei den Begegnungen ihre Vorurteile und Berührungsängste ab und leben so Inklusion.
Durch das gemeinsame Agieren von Behinderten und Nichtbehinderten, Jung und Alt,  können alle Teilnehmer einen Erfahrungsschatz aufbauen und zur Aufklärung und Information über Inklusion in ihrem Umfeld beitragen.
Koordiniert werden die Aktionen vom Schülerinklusionsbeirat an der Gesamtschule in Zusammenarbeit mit Lehrerin Annette Fischer und dem Behindertenbeauftragten der Gemeinde Nohfelden, Herrn Herbert Meier, sowie den Leiterinnen verschiedener Fördereinrichtungen der Lebenshilfe, Frau Lenz für das arbeitspädagogische Zentrum und Werkstätten des WZB Neunkirchen,  Frau Schmitt für die Freizeitgruppen in Niederlinxweiler, Frau Mayer-Kuhnen für die Tagesförderstätten St. Wendel und den integrativen Kindergarten. In diesem Schuljahr kam mit der Änne-Meier-Schule ein weiter Kooperationspartner hinzu, Koordinatorin und Betreuerin für die AG-Teilnehmer der Änne-Meier-Schule ist die stellvertretende Schulleiterin Frau Isolde Fuchs.
Dabei sind alle Aktionen von Anfang an inklusiv konzipiert, d. h. es werden Projekte ausgesucht und entwickelt, bei denen alle von Anfang an gleichberechtigt miteinander an einem gemeinsamen Ziel arbeiteten. Der Projektgruppe gehören  vierzehn Schülerinnen und Schüler aus den Klassenstufen 6, 7 und 9 der Gesamt- und Gemeinschaftsschule, teilweise Regelschüler und teilweise Integrationsschüler,  sieben behinderte Menschen aus  der Lebenshilfe und drei behinderte Schüler der Änne-Meier-Schule an. Die Organisation von Seiten der Lebenshilfe liegt in Händen von Frau Lenz (WZB), der sich auch um den Transport der Teilnehmer von den verschiedenen Lebenshilfeeinrichtungen zur Gesamt-schule kümmert, wo die AG nachmittags von ca. 13.30 – 18.00 Uhr stattfindet. Die Teilnehmer dieser Stammgruppe arbeiten zum Teil schon im dritten Jahr miteinander und gehen entsprechend vertraut und freundschaftlich miteinander um. Darüberhinaus finden aber auch gemeinsame Aktionen mit den Freizeitgruppen Niederlinxweiler und den Tagesgruppen der Tagesförderstätte St. Wendel statt, bei denen sich die Teilnehmer am Projekttag erst kennen lernen.


Im vergangenen Schuljahr  wurde die Zusammenarbeit zwischen Schule und Lebenshilfe weiter ausgedehnt. So wurden im Bereich der Berufswahlvorbereitung durch Betriebserkundungen der Klassenstufen 8 und 9 die Ausbildungsmöglichkeiten und Berufe bei der Lebenshilfe vorgestellt und Praktikumstage auf dem Wendelinushof, in der Tagesförderstätte und im integrativen Kindergarten angeboten. Seit diesem Schuljahr besteht eine Kooperation mit der Änne-Meier-Schule Baltersweiler, die nun ebenfalls mit drei AG-Teilnehmern an der AG „Begegnungen“ teilnimmt und ihrerseits Schulerkundungen und Praktikumstage sowie dreiwöchige Betriebspraktika für unsere Schüler anbietet.
Politisches Engagement in Form von Aufklärung und Information des gesellschaftlichen Umfeldes sowie überzeugter Einsatz für Gleichberechtigung und Toleranz erfolgte vonseiten unseres Schülerinklusionsbeirates beim „Protesttag Inklusion“ am 5.5.2014 in der Fußgängerzone in St. Wendel und beim inklusiven Familienfest der Gemeinde Nohfelden am 06.04.2014 durch ein Mitmachangebot, bei dem Festbesucher selbst erfahren konnten, wie blinde Menschen ihren Alltag meistern.
Wie stark sich die Schülerinnen und Schüler mit „ihrem Projekt“ identifizieren und dies auch an der Schule wertgeschätzt wird, zeigte sich auch darin, dass in vergangenem Schuljahr erstmals vier mündliche Prüfungen zum mittleren Bildungsabschluss zur Thematik „Inklusion – Demokratisches Handeln“ stattfanden.
Freiwillige Praktika bei der Lebenshilfe absolvierten zwei Schülerinnen in den Sommerferien, weil sie damit die Arbeit der AG noch vertiefen wollten und „durch die Praktikumstage ihr Interesse geweckt“ wurde.


 
 
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