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Konzept und Ziele

Kultur/Projekte > Klasse Band - Die Bandklasse

Eine Bandklasse ist eine Musikklasse mit erweitertem Musikunterricht. Die Schülerinnen und Schüler haben über die regulären zwei Stunden Musikunterricht in Klassenstufe 5 und 6 noch zwei zusätzliche Stunden am Nachmittag. In einer der beiden Zusatzstunden findet Instrumentalunterricht auf den selbst gewählten Band-Instrumenten in Kleingruppen statt, in der zweiten Stunde trifft sich die komplette Klasse zur Bandprobe.

Flyer der Bandklasse als Download


Die Schülerinnen und Schüler erlernen die grundlegenden Spieltechniken und Fertigkeiten auf ihrem selbst gewählten Instrument und spielen dabei auf ihrem individuellen Niveau. Das bedeutet, dass die Arrangements für die komplette Band den spieltechnischen Bedürfnissen und Fertigkeiten der einzelnen Spielniveaus der Schülerinnen und Schüler angepasst werden. In jedem Arrangement gibt es daher anfangs zwei, später drei Anforderungsniveaus für ein Instrument. So üben alle Gitarristen zuerst Stimme 1 mit den Single-Notes, Stimme 2 beinhaltet die dazugehörigen Powerchords und Stimme 3 beinhaltet kleine Solo-Licks, die schon schwerer zu bewerkstelligen sind. Die Einzelstimmen der Keyboarder z. Bsp. gewinnen  an Schwierigkeit über Basstöne in der linken Hand oder Mehrstimmigkeit in der rechten Hand. Diese Schülerorientierung zeichnet unser Konzept aus, da wir nicht für ein Arrangement üben, das bewerkstelligt werden muss, sondern jeder Instrumentalist seine Stimme auf seinem Niveau, auf dem er oder sie gerade spielt  im Arrangement finden kann.  



Insofern legen wir viel Wert auf die Grundausbildung an den Instrumenten, da unsere Schülerinnen und Schüler nicht gezwungen sind, in einer bestimmten Zeit eine bestimmte spieltechnische  Hürde zu nehmen. Gerade unsere Trompeten- und Saxophon-Spielerinnen und Spieler benötigen mehr Zeit am Anfang ihrer Ausbildung, um mit Sorgfalt und ohne Druck Ansatz und Atemapparat zu schulen. Gewähren wir diese Zeit nicht, besteht die Gefahr, dass anfänglich übergangene Fehler später zu Frust und dann zur Aufgabe des Musizierens führen.

Ein Instrument zu erlernen dauert in der Regel 10 Jahre! Wir können mit unserem Projekt nur eine Initiative für den Anfang sein und unterstützen. Deshalb ist es uns umso wichtiger, das gerade zu Beginn die richtigen Weichen für die spätere Instrumentalausbildung gestellt werden, so dass ein weiteres Musizieren im Jugendorchester eines Musikvereins oder das Spielen in einer Band Freude macht und gelingt.
Da wir Arrangements auf verschiedenen Spielniveaus anbieten, sind ausdrücklich Schülerinnen und Schüler willkommen, die schon eines unserer angebotenen Instrumente spielen! Wir sehen diese als Experten und Bereicherung des Projektes an. Der schon bestehende Instrumentalunterricht an der Musikschule oder auch bei einem privaten Musiklehrer wird weitergeführt und durch den unsrigen ergänzt.

Unser Bandklassenprojekt ist eine Neuschöpfung und orientiert sich nicht an bestehenden Konzepten wie z. Bsp. First-Class Rock des von uns geschätzten Musikpädagogen und Dozenten Michael Fromm. Das zu erlernende Instrument dient als Medium für einen allgemeinen, dem Lehrplan der Gemeinschaftschulen im Saarland verpflichteten Musikunterricht. Durch das handlungsorientierte Musizieren werden viele Inhalte des Musikunterrichts nachhaltig. Insofern gleicht unser Musikunterricht keinem erweiterten Instrumentalunterricht, sondern wir möchten die verschiedenen Umgangsweisen mit Musik, den Stoff des Lehrplans und die Instrumentalkenntnisse unserer Kinder in unserem Konzept vereinen.

Somit steht an erster Stelle das praktische Musizieren, das anschließend zum Nachdenken und Reden über Musik einlädt. Alle Kinder der Bandklasse gewinnen innerhalb des zweijährigen Projektes  ästhetische Erfahrungen,  die wir im Unterricht reflektieren und auswerten. Bei unseren  gemeinsamen Auftritten gestalten und erschließen wir Kultur. Aufmerksames gegenseitiges Zuhören fördert den Respekt vor live gespielter Musik. Nur wer die Anstrengungen des Übens und das Lampenfieber  selbst erlebt hat, verhält sich in einer Publikumssituation leise und respektvoll gegenüber den Künstlern. Gemeinsame Auftritte fördern darüber hinaus das Selbstbewusstsein, denn Erfolg und das Gefühl „Ich kann schon etwas“ machen stark und Lust auf mehr. Wir sehen unsere musikalische Arbeit als einen Pfeiler unseres Schulkonzeptes „Starke Schule“ bzw. „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, indem wir unsere Schülerinnen und Schüler im eigenen Tun und den eigenen Talenten stärken, sie aber gleichzeitig öffnen für die Musiken und den Musikgeschmack anderer Menschen und Kulturen.


 
 
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